Ela Feyh: Die schreibverrückte Kräuterhexe

Ela Feyh weiß worüber sie schreibt: Sie bezeichnet sich selbst als Kräuterhexe, hat sie doch im Chemie-Studium mit Pflanzen und deren Heilwirkung beschäftigt. Nicht nur deshalb sind sie Bestandteil in ihrem aktuellen High Fantasy Epos „Sylnen – Der gefallene Krieger“ und ihren anderen Werken. Es sind die Bilder, die sie in den Köpfen der Leser erschafft und Welten kreiert, in denen man verweilen will: „Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich bildhaft und detailiert! Sie hat die Begabung einem die Bilder der Personen, Pflanzen und Umgebungen in den Kopf zu setzen. Die Artenvielfalt in Crailsmur ist wirklich vielfältig und irgendwie atemberaubend.“ Neben dem Schreiben verschlingt Ela haufenweise Schokolade mit ganzen gerösteten Nüssen, isst Pommes mit Mayonnaise und nie mit Ketchup und schläft von Kaffee ein, weshalb sie lieber Tee trinkt. Ihre Katze ist so clickersüchtig, dass sie sie gerne mal vom Schreiben abhält. Und wenn ihr Ela einmal persönlich treffen wollt…findet ihr sie überall dort, wo die Blumen ihre Köpfe strecken und die stolzesten Kräuter wachsen.

Name: Ela Feyh

Wohnort: Nähe Köln

Autor seit: 2015

Aktuelle Veröffentlichung: Sylnen – Der gefallene Krieger

Veröffentlichte Bücher: Feuerhelix, Seelenaura, Zwischen den Welten – Tagebuch einer Hexe

Kontakt: ela.feyh@gmx.de oder Facebook: Ela Feyh

Website: www.elafeyh.de

 

Das gibt Dir Inspiration:

Musik, Filme, Bücher, eine Landschaft … Eigentlich kann mich alles Inspirieren. Selbst das Kochen.

Beschreibe kurz Deinen Schreibstil:

Diesen kann ich leider nicht ganz verallgemeinern. Je nachdem, welches Genre ich schreibe, passe ich auch ein wenig meinen Schreibstil an. Meine Urban-Fantasy-Reihe zum Beispiel schreibe ich eher locker und umgangssprachlich, wohingegen ich bei meinem High-Fantasy-Epos Sylnen darauf geachtet habe, nichts umgangssprachlich zu beschreiben. Generell kann ich aber sagen, dass ich keine aufeinanderfolgenden Hauptsätze mag, weswegen ich meist etwas längere und manchmal leicht verschachtelte Sätze mit kurzen prägnanten abwechsle.

Was Dich an Fantasy begeistert, ist …

Die unbegrenzten Möglichkeiten. Mann muss nicht darauf achten, ob das, was man gerade schreibt, real ist oder nicht. Außerdem liebe ich es in fremde Welten entführt zu werden, neue Gesetze kennenzulernen und Unmögliches anzutreffen.

Dein liebster Platz/Ort zum Schreiben?

Das Sofa! Eindeutig! Ich kann nicht an einem Schreibtisch schreiben. Das habe ich mehrere Male versucht, aber es blockierte irgendwie meinen Schreibfluss …

Nenne 3 Gegenstände, die während des Schreibens nicht fehlen dürfen:

Musik, Tee, Studentenfutter
Beschreibe Deine absolute Lieblingsszene aus all Deinen Büchern, gerne auch als Leseschnipsel:

Oha! Da muss ich erst mal suchen gehen bzw. überlegen … Ich habe einfach schon zu viele geschrieben …

Aber eine meiner liebsten Szenen stammt aus Seelenaura, dem zweiten Band meiner Nephylen-Reihe. Die Hexenkräfte der Protagonistin Lucy geraten außer Rand und Band, weswegen sie in eine Spezial-Klinik überwiesen wird. Doch sehr schnell stellt sich heraus, dass die Ärzte eher an ihren Kräften, als an ihrer Heilung interessiert sind und stellen deswegen die unsinnigsten Experimente mit ihr an. Kurzerhand entschließt sich Lucy zu fliehen.

Der kommende Schnipsel ist ein kleiner Ausschnitt dieser Flucht.

 

Ich raste durch eine Sitzgruppe, sprang über einen Tisch, wobei ich beinahe zu Boden ging, als ich wieder aufkam, und taumelte auf die Tür zu. Für einen herrlichen Moment konnte ich sogar schon frische Luft riechen, dann prallte ich gegen eine unsichtbare Wand. Na toll. Die Hexen waren da.

»Hier geblieben!«, keifte eine mir wohlbekannte Stimme. Zornig drosch ich mit den Fäusten gegen die Barriere und wirbelte dann zu Doktor Svarik herum.

Die Frau stand mit wehenden Haaren und leicht zerknitterten Kittel nur wenige Meter von mir entfernt und funkelte mich böse an.

»Sie können mich nicht mehr aufhalten«, knurrte ich selbstbewusst. Heiß rauschte das Blut in meinen Adern und ich fühlte mich so lebendig wie seit einer Woche nicht mehr. Scheiß Psychopharmaka!

»Sie stehen unter Drogen. Viel ausrichten können Sie also nicht«, meinte sie amüsiert und kam weiter auf mich zu.

»Bleiben Sie, wo Sie sind. Oder ich sprenge die Halle!« Ich hoffte inständig, dass ich dazu in der Lage war. Zumindest konnte ich gerade klar denken, daran sollte es also nicht scheitern.

»Sie überschätzen sich.« Für sie sprach ich wohl nur eine hohle Drohung aus. Sie tat einen weiteren Schritt auf mich zu. Jetzt trennten uns vielleicht noch fünf Meter, dann würde sie mich fassen können.

»Stopp! Einen Schritt weiter und das war’s!« Die Ärztin lachte gehässig und schritt weiter auf mich zu. Ich blickte hektisch die Halle ab. Die meisten Personen befanden sich in einiger Entfernung. Hoffentlich verletzte ich sie nicht. Wenn doch, würden sie zumindest gleich ärztlich versorgt werden können.

»Ich hab Sie gewarnt.« Da ich ja nicht auf die Elementarebenen zugreifen konnte, konzentrierte ich mich einfach auf den Boden vor mir und zwang die Moleküle darin nur mit meiner Willenskraft auseinander.

Es knirschte, dann knallte es laut und der erste Riss tat sich auf. Erschrocken sah Doktor Svarik zu Boden und dann zu mir.

»Wie Sie sehen, bin ich sehr wohl noch imstande, meine Kräfte zu nutzen.« Innerlich jubelnd, weil ich doch nicht ganz kastriert worden war, drehte ich mich zur Seite, sodass ich sie im Auge behalten konnte, und versuchte die Barriere zu fühlen. Nur leider spürte ich rein gar keinen Unterschied. Mist. Musste ich doch die blöde Frau angreifen. Wenn sie fiel, würde auch die Barriere verschwinden.

Was Du den Fantasywoche-Teilnehmern noch sagen möchtest:

Sylnen – Der gefallene Krieger sollte eigentlich nur ein Einteiler werden. Aber irgendwie konnte ich mich nicht von der Welt Crailsmur, in der das Buch spielt, trennen. Mittlerweile sind schon 8 weitere Bücher geschrieben. Der zweite Teil wird voraussichtlich diesen Frühling im Eisermann-Verlag erscheinen =)

 

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