I. Reen Bow: Sie träumt, während sie atmet

I. Reen Bow wagt, was wenige wagen: Mit wenigen Worte und, wenig Seiten fantastische Geschichten erzählen. Vom ersten bis zum letzten Wort überzeugen. Und das, um dem Leser in der heute so schnelllebigen Welt das Lesen zu erleichtern und es in den oft chaotischen Alltag integrierbar zu machen. Ihre Leser – die größten Kritiker und engsten Vertrauten gleichzeitig. Sie lieben ihre Phoenixadademie-Serie, die monatlich erscheint und je Band 60 Seiten umfasst. „I. Reen Bow hat eine lockere, erwachsene, gefühlvolle, bildhafte und sehr einnehmende Schreibweise die einen tatsächlich von Beginn an einsaugt und Bilder vor dem inneren Auge entstehen lässt.“ Wir wollten mehr wissen von dieser außergewöhnlichen Autorin und haben sie für euch ein wenig gelöchert.

Name: I. Reen Bow

Wohnort: Chemnitz

Autor seit: 2014

Aktuelle Veröffentlichung: Phönixakademie – Funke 10

Veröffentlichte Bücher: Nebelring-Fantasyreihe Teil 1 und Teil 2 (Teil 3 erscheint Februar 2017); Phönixakademie-Fantasyserie Funke 1 bis Funke 10 (20 Teile sind geplant)

Kontakt:

Web: http://verlasse-die-realitaet.de

Facebook-Page: https://www.facebook.com/ireenbow/

Instagram: https://www.instagram.com/annamoffey_ireenbow/

Twitter: https://twitter.com/iReenBow

Mail: anna.moffey@gmail.com

 

Das gibt Dir Inspiration:

Dinge, an denen Emotionen hängen: Leidenschaftlich komponierte Musik, liebevoll gezeichnete Bilder, gut recherchierte Details für historische Kostüme, … All das und noch viel mehr bringt mich dazu, dass Leidenschaft und Liebe auf mich übergeht und ich sie in meinem Kopf in Bilder verwandle.


Beschreibe kurz Deinen Schreibstil:

Ich schreibe keine Bücher, ich verteile Tickets für das Kopfkino. Dabei schreibe ich super vereinfachte Sätze, die den Leser vergessen lassen, dass er liest. Ich mag es, mich beim Lesen zu verlieren und das Gefühl erleben, als würde ich einen Film schauen oder sogar in der Geschichte mitspielen.


Was Dich an Fantasy begeistert ist…

Fantasy ist pure Fantasie!

In diesem Genre werden die Gesetze der Physik außer Kraft gesetzt und durch die Regeln des Autors ausgetauscht. Das ermöglicht grenzenlose Fantasie, die uns aus dem Alltag entführt. Die Realität durch die Macht der Gedanken zu verlassen, ist großartig.


Dein liebster Platz/Ort zum Schreiben?

Mein Schreibtisch, weil ich hier alles gleich griffbereit liegen habe, selbst meine zwei Katzen sind in Reichweite 🙂


Nenne 3 Gegenstände, die während des Schreibens nicht fehlen dürfen:
Notebook, Wasserglas, Brille

Beschreibe Deine absolute Lieblingsszene aus all Deinen Büchern, gerne auch als Leseschnippsel:

Stein, Stein, überall sah sie nur Steine!

Selbst Fenstergläser wiesen diese Steinschicht auf.

Langsam bekam sie Panik und rief nun lauter nach Sed, der jedoch noch immer nicht antwortete. Sie drehte sich im Kreis und wusste nicht mehr, wo sie war. Alles sah gleich aus, alle Ecken glichen sich.

Sie legte ihren Handrücken auf die Stirn und versuchte mit dem Gummihandschuh die Schweißperlen, zumindest etwas zu verreiben, denn aufsaugen konnten sie sie nicht. Sie versuchte, sich zu orientieren. Sie bekam den Eindruck, dass die Umgebung sich um sie herum veränderte, als würden die Menschen andere Positionen einnehmen, wenn sie nicht hinsah. Bäume verschwanden und tauchten an anderen Stellen wieder auf. Annie war so, als würden die Steine leben.

Über ihre Füße nahm sie eine pulsierende Vibration wahr. Immer, wenn diese stärker wurde, sah sie ganz deutlich, wie die Stadt ihre Steingestalt aufhob und die Menschen bunt und voller Leben ihre Position veränderten und ihrer ursprünglichen Tätigkeit nachgingen, bis sie wieder zu Stein wurden. Es war wie ein Herzschlag, ein Aufbäumen, das immer schneller wurde, bis die Menschen um Annie herum ohne weitere Versteinerungen zum Leben erwachten.

Ein älterer Herr berührte zur Begrüßung die Krempe seines Hutes und lächelte Annie an, die vor ihm zurückwich und mit einer beleibten Frau zusammenstieß, die gerade ihre Einkaufstüten nach Hause trug und Annie einen ungeduldigen Blick zuwarf.

»Was passiert hier?«, fragte sich Annie.

»Renn!«, hörte sie Seds Stimme und schon tauchte der Student aus der bunten Menschenmasse auf, packte sie grob am Arm und brachte sie in Bewegung.

In seinem Gesicht sah sie Panik, also wurde auch sie unruhig und rannte so schnell sie konnte.

Noch immer war das Pulsieren des Bodens stark, doch es wurde wieder langsamer. Mit dem Langsamwerden dieser Vibration, spürte Annie Trägheit in ihre Glieder kriechen.

»Halt dich an mir fest«, befahl Sed ihr und er legte ihre Hände um seinen Hals.

Noch bevor sie reagierte, verspürte sie, wie Sed sich mit einem Energiestoß vom Boden löste und mit Annie durch die belebten Straßen flog. Aus Angst runterzufallen, klammerte sie sich um den jungen Mann, schmiegte sich eng an ihn und hielt die Luft an.

In seinen Armen war es so kalt, wahrscheinlich verlor er durch den Phönixflug enorm viel Energie.

Sed musste mehrmals den Energiestoß wiederholen, um nicht auf dem Boden zu landen und jetzt begriff Annie auch, warum das wichtig war. Das Pulsieren der Stadt wurde noch langsamer und alles kehrte zu seiner ursprünglichen Steinform. Gerade als die Stadt wieder so war, wie Annie und Sed sie zu Beginn betreten hatten, flogen die beiden an den Randhäusern vorbei und landeten schmerzhaft auf dem Boden neben ihren Gleitern. Sie rollten gemeinsam ab, wobei Sed Annies Kopf mit seinen Händen schützte. Sobald sie zum Stillstand kamen, hustete Annie den Staub aus den Lungen und löste sich aus den Armen des Phönixstudenten, da sie seine Kälte nicht länger aushielt. Ihre Augen waren auf die Stadt gerichtet und sie rieb sich die Gänsehaut von den Armen weg.

»Die Stadt hatte den Fluch aufgelöst und ihn wieder erneuert, damit sie uns …« Annie sah erschrocken zu Sed. »Damit sie uns ebenfalls versteinert!«

Was Du den Fantasywoche-Teilnehmern noch sagen möchtest:

Lesen ist wohl die schönste Droge, die sogar positiv auf uns wirkt. Also habt kein schlechtes Gewissen mehr, wenn ihr wieder ein paar Euro zu viel im Buchladen lasst – ist doch nur Geld. Seid lieber stolz darauf und taucht reuelos in die wundervollen Geschichten ab, denn die Erlebnisse, die ihr im Kopf durchlebt, sind unbezahlbar!

2 Replies to "I. Reen Bow: Sie träumt, während sie atmet"

  • comment-avatar
    Bonnie
    Januar 15, 2017 (7:24 am)
    Reply

    Hach, Annie <3 SEUFZ!!!
    *Fangirlmodus an*
    Großartiger Beitrag über einen noch viel großartigeren Menschen, danke euch dafür! Ich freue mich riesig auf die Aktionen mit ihr, da werd ich mich wann immer es geht einschalten 🙂

  • Warum ich diesen Februar in Träume abtauche › Verlasse die Realität
    Januar 30, 2017 (4:15 pm)
    Reply

    […] Hier ein Beitrag über mich als Autorin. Hier weitere Infos zur Veranstaltung. […]


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